Nach dem Ende der letzten Eiszeit war das Gebiet des heutigen Deutschlands waldfrei. Die Landschaft ähnelte der heutigen Tundra in Nordeuropa. Mit zunehmender Erwärmung kam es zu einer Wiederbewaldung, der aber wiederholt gravierende Kälteeinbrüche entgegenwirkten. Spätestens ab 9700 v. Chr. waren die Landschaften in Deutschland mit Wäldern bedeckt, die aber in ihrer Zusammensetzung nicht statisch waren und sich entsprechend den naturräumlichen Gegebenheiten und dem Wandel des Klimas weiterentwickelten. Seit der Jungsteinzeit kommt der Mensch mit bäuerlicher Wirtschaftsweise als gestaltendes Element der Waldbedeckung ins Spiel. Diese Entwicklung der Wälder wird mit Hilfe der Analyse von fossilem Blütenstaub erforscht.
Präsentiert von Dr. Susanne Jahns (Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum)