Präsentation datengestützter Entscheidungsfindung mit dem Climate Action Navigator bei REAL CORP

Präsentationsfolie mit dem Titel 'Presenting Data Driven Decision Making with the Climate Action Navigator at REAL CORP' und Text zu einer Präsentation von Kirsten Von Elferveldt über Treibhausgasemissionen und Mobilität, darunter Datum 'March 25' und Ort 'Vienna, Austria', rechts unten ein Porträt einer Person mit Schal und Pullover.
Standort

Vienna, Austria

Datum und Uhrzeit

März 25, 2026 5:00 p.m.

Seit drei Jahrzehnten steht die REAL CORP-Konferenzreihe an vorderster Front, wenn es darum geht, die tiefgreifenden Auswirkungen der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) auf die Stadt- und Regionalentwicklung zu untersuchen. In einer Zeit beispielloser Veränderungen, die durch rasante technologische Fortschritte, sich wandelnde gesellschaftliche Strukturen und drängende ökologische Herausforderungen gekennzeichnet ist, lädt REAL CORP 2026 Forscher, Praktiker, Experten, Aktivisten und politische Entscheidungsträger ein, sich an der Diskussion zum Thema „Erbe bewahren, jetzt planen, eine bessere Zukunft schaffen!“ zu beteiligen.

Ja, wir können das! – Datengestützte Entscheidungsfindung mit dem Climate Action Navigator

Referentin: Kirsten Von Elferveldt

Auditorium 4

Sitzung: Datennutzung in der Raumplanung II

Städte müssen dringend ihre Treibhausgasemissionen reduzieren und die aktive Mobilität stärken, um die Klimaziele zu erreichen und die Grundlage für die Transformation des Verkehrssektors zu schaffen. Zur Unterstützung einer evidenzbasierten Planung stellen wir den Climate Action Navigator (CAN) vor, ein gemeinsam entwickeltes, datengestütztes Dashboard, das zur Analyse städtischer Umgebungen mithilfe einer breiten Palette räumlicher Bewertungsinstrumente konzipiert wurde. CAN ist zwar weder das erste noch das einzige Dashboard, das auf offenen Daten und Open-Source-Software zur Überwachung städtischer Klimaschutzmaßnahmen basiert, aber aufgrund seines Bekenntnisses zu Transparenz, Anpassungsfähigkeit, Nützlichkeit und Benutzerfreundlichkeit eignet es sich besonders gut für NGOs, (kleine) Kommunen und Bürgerinitiativen. Die Bewertungsinstrumente von CAN wurden gemeinsam mit kommunalen Partnern, Forschern und lokalen Interessengruppen entwickelt und integrieren heterogene Datensätze, um ein ganzheitliches und leicht zugängliches Dashboard zur Unterstützung der Entscheidungsfindung anzubieten. Dies wird durch die räumliche Auflösung unserer Instrumente unterstützt, die bis auf die Ebene von Stadtvierteln und sogar Straßen reichen. Durch die Visualisierung intuitiver, interaktiver Karten ermöglichen die Instrumente den Entscheidungsträgern, Interventionsbereiche zu identifizieren und zu vergleichen, und unterstützen so letztlich gezielte, umsetzbare Erkenntnisse.

Das Dashboard konzentriert sich auf zwei thematische Kernbereiche: Treibhausgasemissionen und aktive Mobilität. Für Emissionen liefert CAN hochauflösende Schätzungen zu emissionsbezogenen Emissionen aus Heizung und Verkehr sowie CO₂-Bilanzen für ausgewählte Städte. Aufgrund von Datenbeschränkungen sind diese Tools derzeit auf Deutschland beschränkt. Für Mobilität bietet es weltweit Bewertungen in Bezug auf Begehbarkeit (hiWalk), Fahrradfreundlichkeit (hiBike) und multimodale Erreichbarkeit (Transportfähigkeit). Darüber hinaus nutzt CAN Deep-Learning-Modelle, um Veränderungen der Landnutzung und Landbedeckung (LULC) sowie Photovoltaik-Dachanlagen anhand von Fernerkundungsbildern zu erkennen, wobei beide Funktionen derzeit ebenfalls auf Deutschland beschränkt sind. Sie ermöglichen eine weitere CO₂-Emissionsschätzung aus LULC-Veränderungen und damit verbundenen Vorteilen aus erneuerbaren Energien und liefern Erkenntnisse über den urbanen Wandel.

Mit seiner intuitiven Benutzeroberfläche ermöglicht der Climate Action Navigator den Interessengruppen, Klimaschutzmaßnahmen effektiver voranzutreiben, Interventionen zu priorisieren und politische Pläne zu bewerten. Dieser Beitrag stellt unsere gemeinsam entwickelten Bewertungsinstrumente vor, wobei der Schwerpunkt auf den Instrumenten im Zusammenhang mit Treibhausgasemissionen liegt, und veranschaulicht, wie das Dashboard die datengestützte Politikgestaltung stärkt und Klimaschutzmaßnahmen auf städtischer Ebene beschleunigt.